Alle Tabellen und Ligen im Überblick

Von der Bundesliga bis zur Kreisliga

Das Fußball-Ligasystem in Deutschland beschreibt die Einteilung der deutschen Fußball-Ligen. Dabei handelt es sich um ein durch Aufstieg und Abstieg verzahntes hierarchisches System von 2381 Spielklassen auf 14 Ebenen. Die so entstehende Ligapyramide eröffnet jedem Mitgliedsverein des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) damit die Möglichkeit, eines Tages bis in die höchste Spielklasse im deutschen Fußball, die Bundesliga aufzusteigen, in welcher der deutsche Fußballmeister ermittelt wird.

 

 

1. Bundesliga

Die Bundesliga, an der 18 Profimannschaften teilnehmen, ist die höchste Spielklasse im deutschen Fußball. An 34 Spieltagen ermitteln die Mannschaften dabei jede Saison den Deutschen Fußballmeister. Jede Mannschaft hat in einer Saison 17 Heim- und 17 Auswärtsspiele, jeweils einmal zu Hause und auswärts gegen jeden Gegner. Am Saisonende steigen die beiden letztplatzierten Mannschaften direkt ab und werden in der Folgesaison durch die beiden erstplatzierten Mannschaften der 2. Bundesliga ersetzt. Zusätzlich ermitteln der Drittletzte der Bundesliga und der Drittplatzierte der 2. Bundesliga in zwei Relegationsspielen einen weiteren Teilnehmer für die nachfolgende Saison. Für die Bundesliga vergibt die Deutsche Fußball Liga (DFL) nach einem Lizenzierungsverfahren an die sportlich und wirtschaftlich qualifizierten Vereine die zur Teilnahme benötigte Profilizenz und organisiert den Spielbetrieb dieser bundesweiten Spielklasse.

 

2. Bundesliga

Die 2. Bundesliga, an der ebenfalls 18 Profimannschaften teilnehmen, ist die zweithöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Die beiden Erstplatzierten steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte bestreitet Relegationsspiele mit dem Drittletzten der Bundesliga. Der Verlierer der Relegationsspiele nimmt in der Folgesaison am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teil. Am Saisonende steigen die beiden letztplatzierten Mannschaften direkt ab und werden in der Folgesaison durch die beiden erstplatzierten Mannschaften der 3. Liga ersetzt. Zusätzlich ermitteln der Drittletzte der 2. Bundesliga und der Drittplatzierte der 3. Liga in zwei Relegationsspielen einen weiteren Teilnehmer für die nachfolgende Saison.

Auch für die 2. Bundesliga vergibt wiederum die DFL nach einem Lizenzierungsverfahren an die sportlich und wirtschaftlich qualifizierten Vereine die zur Teilnahme benötigte Profilizenz und organisiert den Spielbetrieb dieser bundesweiten Spielklasse.

 

3. Liga

Die 3. Liga, an der 20 Profimannschaften teilnehmen, ist die dritthöchste Spielklasse im deutschen Fußball und zugleich die niedrigste voll-professionelle Liga. Die beiden Erstplatzierten steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Der Drittplatzierte bestreitet Relegationsspiele mit dem Drittletzten der 2. Bundesliga. Der Verlierer der Relegationsspiele nimmt in der Folgesaison am Spielbetrieb der 3. Liga teil. Die drei letztplatzierten Mannschaften steigen je nach ihrer Zugehörigkeit zu einem der 21 Landesverbände des DFB in diejenige Regionalliga ab, die dem Spielbetrieb des jeweiligen Landesverbandes übergeordnet ist. Für die 3. Liga vergibt der DFB nach einem Lizenzierungsverfahren an die sportlich und wirtschaftlich qualifizierten Vereine die zur Teilnahme benötigte Profilizenz und organisiert den Spielbetrieb dieser bundesweiten Spielklasse. Die 3. Liga ist die höchste Spielklasse, in der II. Mannschaften von Profivereinen zugelassen sind. Belegen daher zum Ende der Saison eine oder mehrere II. Mannschaften die Aufstiegsplätze, so rückt hierfür eine entsprechende Anzahl an in der Tabelle nächstplatzieren I. Mannschaften nach.

 

Regionalliga

Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball und formell zugleich die höchste deutsche Amateurspielklasse. Faktisch herrschen bei den teilnehmenden Mannschaften jedoch zumeist semi-professionelle Strukturen vor, was beispielsweise die zur Verfügung stehende Infrastruktur sowie den Umfang des vom Verein beschäftigten Betreuerpersonals angeht. Der Spielbetrieb der Regionalliga wird im Gegensatz zu den drei Profiligen nicht einheitlich bundesweit organisiert, sondern erfolgt in nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilten fünf selbständigen Staffeln mit einer Sollstärke zwischen 16 und 18 Mannschaften. Die Meister der fünf Regionalligen steigen nicht direkt zur 3. Liga auf, sondern ermitteln zusammen mit dem Vizemeister der Regionalliga Südwest nach Auslosung in Hin- und Rückspiel insgesamt drei Aufsteiger, wobei der Meister und der Vizemeister der Regionalliga Südwest nicht aufeinander treffen dürfen. Die Staffeln Nord, Nordost und West werden direkt durch den jeweils namensgebenden Regionalverband organisiert. Die Regionalligen Südwest und Bayern werden jeweils von den teilnehmenden Landesverbänden organisiert. Ein Lizenzierungsverfahren erfolgt ab dieser Ligaebene abwärts nicht mehr. Aus der 3. Liga in die Regionalliga absteigende Mannschaften werden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den die jeweiligen Regionalligen umfassenden Landesverbänden eingegliedert. Ausnahmen sind nur für die II. Mannschaften der Profivereine nach Absprache unter den beteiligten Verbänden möglich, wenn ansonsten mehr als sieben II. Mannschaften gleichzeitig in einer Staffel der Regionalliga spielen würden. In der Regionalliga dürfen II. Mannschaften von Profivereinen nur noch dann am Spielbetrieb teilnehmen, sofern die Profiabteilung des Vereins mindestens in der 2. Bundesliga spielt.

 

 

 

 

Oberliga

Unterhalb der Regionalliga folgt das Ligensystem nicht mehr einem einheitlichen Bezeichnungsschema und auch keiner einheitlichen Pyramidenstruktur, da die konkrete Ausgestaltung in der alleinigen Verantwortung der jeweiligen Regional- und Landesverbände liegt. Entsprechend sind auf der fünften Spielklassenebene derzeit elf Oberligen sowie eine Verbandsliga angesiedelt. Von den 21 Landesverbänden des DFB organisieren die acht Landesverbände Bremen, Hamburg, Hessen, Mittelrhein, Niederrhein, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Westfalen ihre Oberliga in eigener Regie. Eine gemeinsame Oberliga mehrerer Landesverbände trägt zum einen der Regionalverband Südwest aus, der die Landesverbände Rheinland, Saarland und Südwest repräsentiert. Zum anderen sind dies die Landesverbände Baden, Südbaden und Württemberg. Eine gemeinsame Oberliga in zwei Staffeln wird durch den Nordostdeutschen Regionalverband organisiert, der den Landesverbänden Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorsteht. Im Bereich des Landesverbands Bayern wird seit der Saison 2012/13 keine Oberliga mehr ausgetragen, an ihre Stelle tritt seither die in zwei Staffeln als Verbandsliga ausgetragene Bayernliga. Die Meister der zwölf Oberliga-Staffeln sowie die Meister der beiden Verbandsliga-Staffeln steigen zumeist direkt in die jeweils übergeordnete Regionalliga auf. Hiervon ausgenommen sind lediglich die Meister der Oberliga Hamburg, der Bremen-Liga sowie der Schleswig-Holstein-Liga, die zusammen mit dem Vizemeister der Oberliga Niedersachsen eine Aufstiegsrunde um zwei weitere Plätze in der Regionalliga bestreiten. Des Weiteren steigt auch der Vizemeister der Oberliga Westfalen direkt in die Regionalliga auf.

 

 

 

Verbandsliga/Landesliga

Die sechste Spielklassenebene wird von allen 21 Landesverbänden des DFB ausnahmslos in eigener Regie organisiert. Je nach Landesverband wird diese Spielklasse entweder als Verbandsliga oder als Landesliga bezeichnet. Abweichend davon sind einige Landesverbände in den letzten Jahren dazu übergegangen, diese Spielklasseebene mit einer das Verbandsgebiet stärker betonenden Namensgebung zu versehen, so wurde beispielsweise die Verbandsliga Westfalen in Westfalenliga umbenannt.

 

Unterhalb der sechsten Spielklassenebene

Unterhalb der sechsten Spielklassenebene variiert bundesweit die Bezeichnung der einzelnen Spielklassen. Die siebthöchsten Spielklassen werden als Verbandsliga (Landesverband Saarland), Landesliga (Landesverbände Baden, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Südbaden, Südwest, Westfalen und Württemberg), Landesklasse (Landesverband Thüringen), Gruppenliga (Landesverband Hessen), Bezirksliga (Landesverbände Bayern, Bremen, Hamburg, Mittelrhein, Niedersachsen, Niederrhein, Rheinland und Sachsen) oder Kreisliga (Landesverband Baden, Schleswig-Holstein) bezeichnet. Unterhalb der Zuständigkeiten der Landesverbände schließt sich dann regelmäßig die Zuständigkeit der jeweils zu einem Landesverband gehörigen Bezirks- oder Kreisverbände, deren Verbandsgebiet oftmals den politischen Grenzen kreisfreier Städte, Landkreise oder von Regierungsbezirken entspricht.